Andorra-Verteidiger Lautaro Spatz hat seinen Mitspieler Jesús Owono verteidigt, nachdem der Torwart am Montag mit dem Teneriffa-Stürmer Jesús De Miguel zusammengestoßen war. De Miguel starb am folgenden Tag.

Owono deaktivierte am Dienstag sein Instagram-Konto, nachdem er online beschimpft worden war; unter anderem wurde er als „Mörder“ bezeichnet. Andorra teilte mit, allen Vereinsangehörigen, die Unterstützung benötigten, psychologische Hilfe anzubieten.

Spatz sprach De Miguels Familie, Freunden und Angehörigen sowie den Anhängern Teneriffas und der gesamten Fußballgemeinschaft sein Beileid aus. Er sagte, die Mannschaft von Andorra sei von dem Geschehen „erschüttert, am Boden zerstört und tief betroffen“ und beschrieb es als eine Tragödie, von der sie sich niemals hätten vorstellen können, sie auf einem Fußballplatz zu erleben.

Der Verteidiger sagte außerdem, Owono sei tief betroffen und würde niemals absichtlich jemandem wehtun. Spatz fügte hinzu, dass es im Fußball bedauerliche Zwischenfälle geben könne, sich aber niemand hätte vorstellen können, dass einer davon so tragische Folgen haben würde.

Owono, der in Äquatorialguinea geboren wurde, hat 47 Einsätze für die Nationalmannschaft des Landes absolviert. Der Fußballverband Äquatorialguineas bekundete ihm am Dienstag seine Unterstützung und erklärte, der 25-Jährige erlebe „tiefe Trauer und Niedergeschlagenheit“.

Michel Owono, Torwart des spanischen Vereins Can Vidalet, sagte, er werde rassistisch beschimpft, weil ihn Menschen mit dem Spieler von Andorra verwechselt hätten. Die Spanische Nationalpolizei hat eine routinemäßige Untersuchung zu De Miguels Tod eingeleitet.

Quellen: Folha Esporte.