Carlo Molinari, der frühere Präsident des FC Metz, ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Klub gab seinen Tod am Mittwoch, dem 4. November, in einem Beitrag in den sozialen Medien bekannt und würdigte einen Vorsitzenden, den er als zentrale Figur einer der bedeutendsten Phasen seiner Geschichte bezeichnete.

Molinari wurde 1967 erstmals Präsident. Seine Amtszeit wurde von 1978 bis 1983 unterbrochen; bis 2009 blieb er an der Spitze des Klubs. Unter seiner Führung gewann Metz 1984 und 1988 den französischen Pokal sowie 1986 und 1996 den Ligapokal.

Auch in Europa machte der Klub mit einem 4:1-Auswärtssieg gegen Barcelona im Jahr 1984 auf sich aufmerksam. In der Saison 1997/98 kam Metz dem Titel in der französischen ersten Liga nahe. Molinaris Zeit beim Klub war außerdem mit dem Durchbruch von Spielern wie Patrick Battiston, Bernard Zénier, Sylvain Kastendeuch und Robert Pirès verbunden.

Molinari wurde am 28. Februar 1933 in Villerupt im Département Meurthe-et-Moselle als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Bevor er die Leitung von Metz übernahm, nahm er an Motocross-Rennen teil und gewann zwischen 1952 und 1955 drei französische Meisterschaften. Später führte er ein Unternehmen für schwere Nutzfahrzeuge und blieb dem Klub zugleich als begeisterter Anhänger verbunden.

Der FC Metz erklärte, Molinari habe dazu beigetragen, den Klub zu modernisieren und im französischen Fußball zu etablieren. Der Klub, der inzwischen in der Ligue 2 spielt, bezeichnete ihn als Visionär und Gestalter, dessen Vermächtnis seine Identität geprägt habe.

Quellen: Le Monde Sport.