Maurizio Sarri sagte, Atalanta solle nach der 0:3-Niederlage gegen Parma „schweigen und sich beim Verein und seinen Anhängern entschuldigen“. Angesichts der Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit sei die Niederlage schwer zu erklären, sagte er.

Atalanta habe vor dem späten Gegentor in der ersten Halbzeit eine seiner besten Phasen der Saison erlebt, sagte Sarri. Das Tor habe die Mannschaft verunsichert; sie sei emotional ausgebrannt aus der Kabine gekommen und habe erst in den letzten 20 Minuten wieder angefangen zu spielen.

Sarri sagte, das Ergebnis lasse sich durch die Spielstatistik nicht rechtfertigen, verwies jedoch auf einen seiner Ansicht nach deutlichen Mangel an mentaler Widerstandskraft. Taktische Gründe wies er zurück: Atalanta habe die erste Halbzeit dominiert und das Spiel durch einen mentalen und emotionalen Zusammenbruch verloren.

Der Trainer kritisierte außerdem, dass die Mannschaft ihre Chancen nicht genutzt habe und es ihr in der Defensive an Aggressivität gefehlt habe. Atalanta habe sich in fünf aufeinanderfolgenden Spielen vielversprechende Möglichkeiten herausgespielt, ohne sie zu verwerten, sagte er, während die zuletzt kassierten Tore aus vermeidbaren Situationen entstanden seien.

Sarri forderte die Spieler auf, zu hinterfragen, wie aus einer vielversprechenden ersten Halbzeit eine derart deutliche Niederlage werden konnte, und ihren Zusammenhalt sowie ihre positiven Gefühle wieder aufzubauen. Außerdem verteidigte er die Anhänger: Sie hätten der Mannschaft während des Spiels ihre Zuneigung gezeigt, und etwaige Pfiffe beim Schlusspfiff würden aus derselben Verbundenheit herrühren.

Quellen: ANSA Sport.