Andoni Iraola sagte, er werde seinen Spielern künftig raten, zu Boden zu gehen, nachdem Liverpool bei der Niederlage gegen Arsenal am Sonntag ein Elfmeter verweigert worden war.

Liverpool lag nach Kai Havertz’ Führungstreffer mit 0:1 zurück, als Jurrien Timber an Alexander Isaks Trikot zog, während sich der Stürmer auf den von Bradley Barcola geschlagenen Ball zubewegte. Isak blieb auf den Beinen, und Schiedsrichter Andy Madley entschied nicht auf Elfmeter. VAR-Offizieller Stuart Attwell befand, dass der Kontakt nicht ausreichte, um die Entscheidung zu ändern.

Iraola war anderer Ansicht und bezeichnete den Vorfall als klares Ziehen am Trikot. In der Sendung Match of the Day sagte er, Isak hätte einen Elfmeter zugesprochen bekommen, wenn er zu Boden gegangen wäre, und argumentierte, dass Trainer ihre Spieler nun möglicherweise dazu anweisen müssten.

„Die Antwort lautet: Man muss sich fallen lassen. Wenn man sich nicht fallen lässt, wird es nicht gepfiffen“, sagte Iraola. Später bestätigte er, dass er Isak diesen Rat künftig definitiv geben werde.

Der Trainer sagte, es sei bedauerlich, dass Spieler dafür kritisiert werden könnten, zu Boden zu gehen, während sie zugleich wahrscheinlich keine Entscheidung erhalten, wenn sie aufrecht bleiben. Er betonte, Isak habe versucht, den Ball zu spielen, und das Ziehen sei von dem Moment an, in dem es geschah, eindeutig gewesen.

Die Einschätzung war, dass der Kontakt minimal war und eher aus einem leichten Ziehen als aus einem anhaltenden Festhalten bestand, wodurch das Spiel fortgesetzt werden konnte. Der ehemalige Premier-League-Schiedsrichterassistent Darren Cann sagte, Timber habe ein erhebliches Risiko auf sich genommen, merkte jedoch an, dass der Vorfall nahe an der Schwelle zu einem Elfmeter gelegen habe.

Liverpool wurde außerdem eine zweite Elfmeterforderung verweigert, nachdem Cody Gakpo unter dem Druck von Christos Tzolis zu Boden gegangen war.

Der ehemalige Liverpool-Mittelfeldspieler Danny Murphy sagte, der Vorfall mit Isak habe sich in einem entscheidenden Moment ereignet, und deutete an, der Stürmer hätte die Entscheidung möglicherweise erhalten, wenn er den Kontakt stärker betont hätte. Gary Neville bezeichnete Isaks ausbleibende Reaktion ebenfalls als ungewöhnlich für einen Mittelstürmer, der daran gehindert worden war, den Ball zu erreichen.

Liverpools Kapitän Virgil van Dijk verteidigte Isak und sagte, die zahlreichen verfügbaren Kameraeinstellungen hätten ausreichen müssen, um den Vorfall zu beurteilen, ohne dass der Spieler sich beschweren müsse. Liverpool verlor das Spiel letztlich, während Iraola einräumte, dass eine spätere Entschuldigung des englischen Schiedsrichterverbands am Ergebnis nichts ändern würde.

Quellen: BBC Sport.