Juan Carlos Ferrero wird während der Saison 2027 mit Ben Shelton zusammenarbeiten, doch der ehemalige Trainer von Serena Williams ist nicht davon überzeugt, dass die Partnerschaft die Aussichten des US-Amerikaners grundlegend verändern wird.
Shelton und Ferrero bestätigten ihre bevorstehende Zusammenarbeit am Sonntag in gemeinsamen Erklärungen und beendeten damit monatelange Spekulationen über die nächste Trainerrolle des ehemaligen French-Open-Champions. Ferrero arbeitete zuvor mehr als sechs Jahre mit Carlos Alcaraz zusammen und half dem Spanier, sechs Grand-Slam-Titel zu gewinnen, bevor sie sich im vergangenen Dezember trennten.
Alcaraz bezeichnete Ferrero als eine „großartige Ergänzung“ für Sheltons Team, das derzeit vom Vater des US-Amerikaners, Bryan Shelton, geleitet wird. Macci hat jedoch Bereiche in Sheltons Spiel ausgemacht, die seiner Ansicht nach nur schwer neu aufgebaut werden können, insbesondere die Rückhand und den Return.
Macci schrieb auf X, Sheltons Rückhand sei technisch von Grund auf nicht miteinander verbunden, und der Spieler müsse bereits zu früh mit seinen Armen die Geschwindigkeit des Schlägerkopfes erzeugen. Er erklärte, die Veränderung eines Grundschlags unterscheide sich grundlegend von der Veränderung eines Aufschlags, weil Bewegungsmuster und Muskelgedächtnis über viele Jahre hinweg gefestigt worden seien.
Macci bezeichnete Sheltons Rückhand und Return trotz der Erfolge des 24-Jährigen als eine kleine, aber wichtige Schwäche. Shelton steht derzeit auf Platz 4 der Weltrangliste und erreichte das Finale der US Open, wobei er Alcaraz auf seinem Weg dorthin besiegte.
Der ehemalige Trainer lobte außerdem Bryan Shelton dafür, dass er das Spiel seines Sohnes kontinuierlich verbessert habe. Er bezeichnete die Vater-Sohn-Zusammenarbeit als eine der besten, die er seit langer Zeit gesehen habe.
Macci glaubt, dass Ferreros Aufgabe besonders anspruchsvoll sein wird, weil Shelton nicht derselbe Spielertyp wie Alcaraz ist. Er sagte, Shelton zu einem Grand-Slam-Titel oder zur Nummer 1 der Weltrangliste zu führen, wäre eine noch größere Trainerleistung, als Alcaraz dabei zu helfen, sich zu einem der Größten aller Zeiten zu entwickeln.
Quellen: Tennis365.